Rundwanderung: Albergo Madonna di Luciago - Alpe Rogna - Alpe Verminasca - Capella di Cortano - Alpe Farfosa - Alpe Marigio - Alpe Barchello - Madonna di Luciago

Sehr schöne und aussichtsreiche Wanderung, die im Frühjahr oder Winter die beste Aussicht verspricht. In luftiger Höhe wandert man durch Wälder, vorbei an Felsen, über Bäche und Almwiesen mit schönen zu Ferienhäusern umgebauten Almhütten. Besser ist es – solange kein Laub an den Bäumen ist – die Wanderung in umgekehrter Richtung zu gehen. So wandert man im Sonnenlicht. Für durchschnittlich gute Wanderer geeignet. Bis auf einen steilen Anstieg keine Schwierigkeiten. Bergstiefel sind unbedingt erforderlich, Wanderstöcke auf den schmalen, oft feuchten und morastigen Wegen, hilfreich.

| mittelschwere Wanderung, Wanderzeit ca. 4 h, Länge 7 km, Start / Ziel: Hotel Madonna di Luciago, Höhenunterschied ca. 250 m. Fahrtzeit ab Pella: ca. 35 Minuten. Unbedingt Vesper und Getränke mitnehmen. Einkehrschwung am Start / Ziel Hotel Madonna di Luciago:

Hotel Madonna di Luciago, Via Mottarone 62,

28011 Armeno (NO) Località Luciago

Tel.: +39 0322 999006

Empfehlenswertes Kartenmaterial: tra due laghi. Route P 6, P 5 und R1

Individuelle und gepflegte Ferienhäuser und Apartments am Ortasee, mit Strandzugang, See- oder Bergblick finden Sie ebenfalls hier auf unserer Webseite, unter dem Link "Ferienhäuser und -wohnungen".

Mit dem Auto geht es ab Pella über den südlichen Teil des Sees ,vorbei an Gozzano und an der nächsten Kreuzung biegt man rechts ab Richtung Armeno / Mottarone. Nach wunderschöner aussichtsreicher Fahrt mit tollem Blick auf das Monte Rosa Massiv (wenn man Glück hat und der Himmel superblau ist!), erreicht man das etwas in die Jahre gekommene Hotel Madonna di Luciago. Das Auto parkt man direkt auf dem großen öffentlichen Parkplatz vor dem Hotel.

Wir stehen dem Hotel zugewandt und gehen dann links am Hotel den unbefestigten Weg hinan (vorbei an Brennholzlagern, allerhand Gerümpel und einem bellenden Hund) und treffen auf die ersten Wegmarkierungen: meist parallele rot-weiße Farbstriche, oftmals aber auch nur ein roter Strich.Hinter dem Hotel gehen wir rechts einen schmalen Pfad hoch und erreichen eine Art Terrasse, mit einer Buchenreihe bestanden. Hier gehen wir nach rechts weiter, fast auf einem Panoramaweg, mit wunderschönen Blicken auf den Monte Crabbia, den See und das gegenüberliegende Ufer und die Dörfer Pella, Ronco sopra und sotto, Oira, Nonio. Von einer Felsnase genießen wir dann den Blick zurück auf den bereits erwanderten Weg.


Nun wird der Weg schmaler und wir wandern durch grünen Mischwald zum herausragenden „Sasso dell’uomo“ mit super Ausblick auf den See und das Westufer. Der Fels ragt wie ein aufrecht stehender Mann in den blauen Himmel. Oder ist es das Gesicht eines grimmig guckenden Alten? Jedenfalls trainieren hier wohl Mountainclimber, denn es gibt einige Haltegriffe und Kletterhaken.




Der Weg geht auf der anderen Seite des „Sasso dell’uomo“ weiter leicht bergab. Nach Überquerung einiger Bäche erreichen wir die Ruinen der Alpe Rogna, eines ehemals größeren Gehöftes mit Stallungen und einem imposanten Haupthaus. Wir sind nun auf 800 m Höhe. Der Ort erinnert uns stark an das Felsenmeer im Odenwald ... überall liegen riesige Felsblöcke. Dazwischen schlängelt sich der Bach, bildet tiefe Becken und fließt teilweise unter den Felsblöcken hindurch. Ein uriges Fleckchen ... träge kriecht ein Salamander am Bach durch das braune Laub.

 

Hier wird der Weg breiter. Nach kurzer Zeit kommen wir an einen idyllischen Platz (wenn nur der Blechcontainer der Arbeiter nicht wäre) mit kleinen gestauten Naturbassins an einem Wehr, dem Zusammenfluss des Toce Pescone mit einigen Seitenarmen. Hier trifft unser Weg mit dem Weg der Alpe Selviana / Alpe Riva zusammen. „In den tieferen Auswaschungen tummelten sich kleine Fische und wir erfrischten unsere Füße und stärkten uns bei einer Brotzeit. Bis jetzt waren wir ca. 1,5 h unterwegs“ schreibt unser Freund Michael Langemann, auf dessen Spuren wir hier wandern. Der Anblick des hässlichen Containers lässt uns jedoch weiterwandern Richtung Alpe Vermenasca, die laut Angabe auf dem Wegweiser nach 20 Minuten erreicht ist.





Es geht auf einem stark ramponierten Fahrweg am Flüsschen Pescone bergan (nur für Geländewagen!) und nach den besagten 20 Minuten erreichen wir die (vielleicht im Sommer oder nur nach Bestellung) bewirtschaftete Alpe Verminasca auf 880 m Höhe, die auch Platz für große Gruppen bietet. Etwas wüst sieht es schon aus und im Januar 2015 ist kein Mensch weit und breit zu sehen. Ein Raum scheint jedoch bewohnt: die Küche. Eine wunderbare Entdeckung machen wir hier jedoch: Eine Ofenplatte mit zechenden Putten – wohl eher Baccanten – unter einem Baum, herrlich angerostet und genau in dem Format, das zu unserem Kamin passen würde! Wir müssen wohl noch einmal mit Verstärkung heraufkommen ...


Wir rasten und nehmen eine Brotzeit zu uns mit Blick auf das herrliche Chaos und Richtung Westen bis zum Monte-Rosa-Massiv, Richtung Norden auf die Hänge des Mottarone. Zwischen der zentralen Hütte und den Sitzplätzen steigen wir dann weiter bergan Richtung Capella di Cortano. Das Wanderschild zeigt uns eine Wanderzeit von 30 Minuten an. Zuerst gehen wir an einem kleinen Bachlauf entlang (teilweise in ein rotes Kunststoffrohr gefasst) entlang, der die Alpe wohl mit Wasser versorgt.


Nach Überquerung eines Baches geht es rechts SEHR steil bergan durch einen Buchenwald. Teilweise so steil, dass wir uns nach Walkingstöcken sehnen .... Wir verlieren den Weg ... immer wieder müssen wir verschnaufen. Der Wanderpfad ist durch das Laub sehr schlecht zu erkennen. Aber wir erreichten trotzdem nach ca. 30 Minuten die Capella di Cortano. Bis jetzt waren wir ca. 2,5 h unterwegs.


Die Capella liegt direkt an der Straße, die Armeno mit dem Mottarone verbindet. Es gibt Picknikbänke und einen Brunnen mit trinkbarem Wasser. Nun überlegen wir, ob wir entlang der Fahrstraße zurück zum Ausgangspunkt laufen oder ob wir den kleinen Ausflug ins Tal und über weitere Alpen noch wagen wollen. Es ist schon Nachmittag und es ist Januar: Um 17 Uhr wird es dunkel. Wir entscheiden uns zum Abwandern der kompletten Tour von Michael und Irmi, überqueren die Straße und steigen direkt über eine Wiese (ja: es gibt keinen Weg!) zu einem Fahrweg ab, der uns linke Hand zur verlassenen Alpe Farfasa führt. Der Einstieg in den weiterführenden Wanderweg liegt rechts, unterhalb des großen Wassertroges. Wir halten uns rechts und wandern unterhalb des Fahrweges am Hang entlang. Hier wird dann die Markierung sehr schlecht, da man lange Zeit über Wiesen gehen muss und kein Weg zu erkennen ist.


In einem Fichtenwald kommen wir an eine Weggabelung. Hier halten wir uns rechts und folgen dem Hohlweg hinab. Aber wahrscheinlich hätten wir geradeaus gehen müssen, wie wir später bemerken. Vorbei an den Einzäunungen einiger Ferienhäuser geht es eine zeitlang durch Wald, immer an den Zäunen entlang. Nun stoßen wir wieder auf den Wanderweg R1, dem wir eigentlich folgen wollten. Über Almwiesen geht es vorbei an den bewohnten Alpe Verdetta, Alpe Spagnolo und Alpe Barchelle. Auf dem Fahrweg der Alpe Barchelle laufen wir bequem vorbei an einem großen Hof mit Pferdeställen und erreichen wieder die Fahrstraße Armeno – Mottarone. Gleich gegenüber liegt die Kapelle Madonna di Luciago (sehr hübsch mit bemerkenswerten Votivbildern geschmückt!) und das geöffnete gleichnamige Hotel, wo wir uns einen wohlverdienten mezzo litro Weißwein und leckere Chips schmecken lassen! Ganz im Sinne von Irmi und Michael: „Nach 4 h erreichten wir erschöpft, aber zufrieden wieder die Madonna di Luciago und gönnten uns erst einmal ein Gläschen Wein und Wasser.“

Individuelle und gepflegte Ferienhäuser und Apartments am Ortasee, mit Strandzugang, See- oder Bergblick finden Sie ebenfalls hier auf unserer Webseite, unter dem Link "Ferienhäuser und -wohnungen".



Alpe Verminasca: Ob wir diese Kaminplatte wohl jemals erstehen dürfen?

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